Ws 2007/08

Cacau von Laura Rodrigues



Über das Stück:

Das Stück, das die Quasilusos im Wintersemester 2007/08 aufführen werden, stellt die Frage nach Integration und Ablehnung beim Aufeinandertreffen verschiedener Kulturen und Lebensweisen. "Cacau" (Laura Rodrigues) ist die Geschichte einer Gruppe von Freunden verschiedener Herkunft, die aus unterschiedlichen Gründen die portugiesische Sprache beherrschen und sich in Freiburg kennenlernen. Die Protagonistin Elisabete ist eine Brasilianerin, die nach Freiburg kommt, um dort Deutsch zu lernen. Nachdem ihre Bewerbung um eine Babysitterstelle in einer Ökofamilie in der Vauban aufgrund ihrer "fleischfressenden" Angewohnheiten kläglich gescheitert ist, lernt sie Frederico kennen, einen Brasilianer, der schon lange Zeit in Freiburg lebt.
Die beiden verabreden sich für den nächsten Tag in einer Bar, wo Elisabete Pagu, eine Punk-Freundin Fredericos kennenlernt, die Tochter eines Deutschen und einer Palästinenserin ist, und in Brasilien aufwuchs. Als Pagu und Frederico erfahren, dass Elisabete Ethnologie studiert hat, berichten sie ihr von der Indianerin Cacaua. Cacaua wurde auf einem Kakaofrachter im Hamburger Hafen entdeckt, der Kakao von Brasilien nach Deutschland geliefert hatte. Sie wurde daraufhin nach Freiburg geschickt, wo der einzige Wissenschaftler, der sich mit brasilianischen Eingeborenenstämmen beschäftigt, arbeitet - Professor Feder. Frederico, der bei Professor Feder als HiWi arbeitet, berichtet, dass dieser jedoch Cacauas Sprache nicht mächtig und deshalb auf der Suche nach einem Übersetzer sei. Als Elisabete hört, wie gut die Übersetzerdienste bezahlt werden, behauptet sie, mehrere Eingeborenensprachen zu sprechen und bietet ihre Hilfe an.
Von hier aus entwickelt sich die Geschichte rund um Elisabete, die in Wahrheit keine einzige Eingeborenensprache spricht, sowie um die Romanze zwischen Frederico und Cacaua. Die zentrale Frage, die sich mit dem Auftauchen der Indianerin Cacaua stellt, ist die nach der Wechselwirkung von verschiedenen Kulturen untereinander. Die vier Freunde in Freiburg, die selbst nicht in ihrer Heimat sind, definieren schließlich über den Kontakt mit einem fremden Land die Grenzen ihrer eigenen Identität neu.

Resumo em português